Kreiseln in Istanbul

Turkiye
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Heute morgen sind wir schon früh gestartet, im Hotel waren sowohl Rezeption als auch der Frühstücksraum noch geschlossen, als wir kurz nach halb Acht los sind. Obwohl wir wir auch Menschen in unserer Runde haben, die morgens gerne mal ein bisschen länger schlafen, haben wir recht schnell herausgefunden, dass es besser ist früh zu starten als in die Nacht zu fahren. Das wollen wir unbedingt vermeiden.
Frühstück an einer Tankstelle sind wir ja schon gewohnt, starker Kaffee und vielleicht ein sandwich oder nur Kekse. Eine "spröde" wortkarge Bulgarin bedient uns. Mir ist aufgefallen, dass ab Ungarn die Menschen immer verschlossener wurden. Wenn wir durch Dörfer fahren, schon die Menschen schon oft interessiert auf, was da denn kommt. Die Autos mit ihren Aufklebern und unser Dachträger haben ja doch etwas exotisches. Wenn man dann winkt kommt keine Reaktion. Kein Lächeln, kein Winken. Wenn wir allerdings irgendwo anhalten und nach dem Weg fragen, wird uns sofort und mit Hingabe geholfen und erklärt. An einer Kreuzung sind wir falsch und ratlos abgebogen, da hat sofort ein entgegenkommender LKW gehalten, ist rückwärts gestoßen um uns den Weg zu sagen. Die Menschen sind nett und hilfsbereit, haben aber nur eine andere Art als wir, und das muss man verstehen lernen. Ist doch eine gute Erkenntnis finde ich!
Anders in der Türkei, da winken einem die Bauern und Kinder auf dem Land schon gleich nach dem Grenzübertritt zu.
Noch etwas anderes ist mir aufgefallen. Man kann den Status der "Entwicklung" eines Landes an der am häufigsten getragenen "Tracht" erkennen. Ich will hier sicherlich nicht abfällig wirken, es ist einfach nur eine Feststellung. Während man in unseren westeuropäischen Ländern (Deutschland und Österreich) die normalen Klamotten trägt, Jeans, etc, so ändert sich das ab Ungarn. Hier überwiegt als Straßenkleidung der Trainingsanzug, idealerweise von Adidas. In Rumänien trägt man dann wiederum Kleider, die aussehen, als seien sie in den 50er und 60er Jahren gekauft und seither getragen. In Bulgarien kommt dann wieder der Trainingsanzug. Wie gesagt, dies ist eine einfache und äußerst subjektive Feststellung, deckt sich aber mit den Straßenzuständen, dem Angebot in den Tankstellen und was wir halt so mitbekommen. Positiv überrascht hat mich Bulgarien. Es ist viel sauberer als ich gedacht hatte und meiner Beobachtung nach tatsächlich weiter entwickelt als Rumänien.
Bulgarien haben wir relativ zügig durchquert, sind dann noch für eine halbe Stunde nach Griechenland eingereist (wenn man schon mal da ist...) und auf besten Straßen gecruist, bevor wir dann an einem kleinen türkischen Übergang auf Schweinegrippe untersucht wurden. Die Einreiseformalitäten gingen aber recht schnell und freundlich.
Da wir ja die nächsten 3 Tage in der Türkei bleiben, haben wir beschlossen hier endlich einmal Geld zu tauschen, um uns nicht immer nur an Tankstellen zu versorgen. In Corlu also Geld am Automaten geholt und dann in das nächsten Kebap-Restaurant. Wunderbar leckeren Kebap, Reis und Salat, dazu frisches Weißbrot und zum Abschluß einen cay (Tee), herrlich. Unsere erste richtige Mahlzeit seit Österreich. Wir haben dem Restaurantchef von unserer Tour erzählt, alle waren total freundlich und interessiert, und als wir bezahlen wollten, hat man uns gesagt, wir seien eingeladen. Ist das nicht der Hammer???
Später an der Tankstelle, wir tanken, schon kommen 4 cay, ein Trucker und andere Jungs versammeln sich um uns, wir erzählen von unserer tour, der Trucker war gerade in Amman, eine lockere Atmosphäre. Auch in der Türkei fühlen wir uns richtig wohl.
Dann kommt Istanbul zur rush-hour. Peter und Olli fahren voraus, Stadtplan auf den Knien mit wild entschlossenem Blick, das Hotel zu finden, das wir telefonisch heute avisiert hatten. Frank und ich folgen nicht weniger entschlossen. Zuerst läuft alles cool über Schnellstraße,  Einfallstraße, große Boulevards und dann geht's ins KleinKlein der Einbahnstraßen in der Altstadt. Wir kreiseln geschlagene 2 Stunden um das Hotel, manchmal keine 300 Meter entfernt aber ohne Möglichkeit anzuhalten. Die Straßen sind so eng, der Verkehr so dicht, Millionen von Fußgängern wollen auch noch vorbei, Jungs mit Sackkarren die Ware abliefern, es ist unglaublich.
Ab und zu, wir stehen mehr als wir fahren, grüßen uns deutsche Stimmen ins Auto: "Seids Ihr auch endlich da?" Andere Teilnehmer der Rallye erkennen uns natürlich an unseren Autos. In unserem Hotel sinbd wohl noch andere teams abgestiegen.
Eingecheckt, Autos geparkt und ein bisschen relaxed (ich schreibe den blog) und jetzt gehts los in die Stadt. Die Straßenbahn-Sonderaufgabe lösen und lecker essen gehen, das ist die Ansage für heute abend.

P.S.: Was ist los mit Euch? Wo bleiben die Einträge in unserem Gästebuch? Habt Ihr uns nicht mehr lieb???

 

Wir kommen gerade von unserem Stadtbummel zurück und ich sehe, es sind doch noch ein paar Gästebucheinträge dazugekommen. Das freut und motiviert uns.

Unten an der Kaimauer stehen bestimmt 5 teams mit ihren Autos, und schlafen dort, um morgen die Sonderprüfung in aller Frühe starten zu können. Das motiviert uns natürlich auch. Wir haben uns fest vorgenommen ohne Frühstück aufzubrechen, und in der Morgendämmerung loszuschlagen. Sonderprüfung ist nämlich in kürzester Zeit von der Kaimauer zur blauen Moschee zu fahren und jeweils einen Stempel abzuholen. Wir sind ja jezt den Istanbuler Verkehr gewohnt...

erster "Döner" - eigentlich Kebap
erster "Döner" - eigentlich Kebap
einige Teilnehmer parken und übernachten an der Kaimauer - es wird gefeiert
einige Teilnehmer parken und übernachten an der Kaimauer - es wird gefeiert
wie begonnen, so soll man den Tag auch beenden - endlich vernüntiges Essen!!!
wie begonnen, so soll man den Tag auch beenden - endlich vernüntiges Essen!!!

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Kommentare: 1
  • #1

    Ashok Srivastav (Donnerstag, 25 Juni 2009 05:52)

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    Ashok Srivastav
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